spam8: ansgar wilken “thank you” tape

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ansgar wilkens “thank you” is a beautiful cut up radio play. motifs are created, dropped and then, elsewhere, to resound. in the background oscillates almost with a small Saravah humor. Everything seems to be very fragile, tender and close. And that is perhaps the reason why “thank you” calls shots of Areski, Barouh or Philippe Maté & Daniel Vallancien in memory.
Cello, everyday objects, a running TV in Ansgars room is still a free chair, sit down!

 

A:

JESU MEIN

SKYSCRAPER SITUTIONISM

JOHANN VON AUßEN HEUTE

BARN DANCE

DER CHINESISCHE MOND

SITUATIONISM

B:

BAS JAN ADER

BROT

SOCIAL INTERACTION OF DEATH

THANK YOU

HONEY

I AM COLD

FINAL SLEEP

 

cello, fiddle, keyboard, electronics, samples, camping dishes, glasses, hamster cage by ansgar wilken

recorded by ansgar wilken, mastering by frank schültge blumm, cover art by ruth-naria adam

asngarwilken.tumblr.com

ansgarwilken.bandcamp.com

happyzlozy@web.de

 

SCHREIN:

thanks for the kind words!

bad alchemy:

SCHREIN EinsZweinSchrein (Spam 7 / Meudiademorte, MDDM55, LP): Die Frage, wann es absurd wird, lässt sich nicht leicht beantworten: Schon beim Anblick des braunäugigen Cover-Buddhas? Oder erst mitten in ‘Llullaillaco’ auf halber Strecke der A-Seite, wenn Bastian Hagedorn, Ronnie Oliveras und – etwas zurückhaltender – Ruth-Maria Adam wie vom Affen gebissen ausrasten? Aufgeworfen wurde die Frage schon vor zehn Jahren von Datashock, jenem Spook-Folk-Gruselkraut-Kollektiv aus der Saarvanne, in dem neben dem hier für die Coverkunst zuständigen Meudiademorte-Macher Pascal Hector auch Oliveras und Adam mal als Rambo-Wikinger, mal als Mudschahidin der Liebe unterwegs sind, para dieswärts dull oder zu den Pyramiden von Gießen. Oliveras und Adam hatten auch schon als Autistic Argonauts ihre Magic Maggi Moments. Und als Flamingo Creatures konnte man ihnen auf gemeinsamem Trampelpfad mit Limpe Fuchs begegnen oder beim Nacht Fressen auf, ich fass es nicht, auf Cosmic Winnetou. Dergleichen Humor, solcherart Weirdness kommt daher im Narrengewand einer Art Brut, zu der Hagedorn, der zuvor bei Ben Butler & Mousepad getrommelt und mit Schrein den Tod der blauen Banane betrauert oder den Leuchtturm der Idioten bestiegen hat, seinen dritten Teil beiträgt. Hatten sie bisher zu Titeln wie ‘Schmärz’ oder ‘Sonnenschrein’ etwas zurechtgebogen, so sind es nun Zungenbrecher, die einem mit ihrem vulkanischen Wesen ins Gesicht springen. Beim erleuchteten Mondrian, mir schwittert Heil und Unheil zugleich. Sich bei Jean Dubufett (sic!), Dieter Roth, Ghedalia Tazartes, Anima und Amon Düül einzuhenkeln, ist an sich ein ehrenwertes Bemühen, mit Hirsche Nicht Aufs Sofa oder Aalfang Mit Pferdekopf gibt es ja auch schon Zuchterfolge im hiesigen Freak-Zoo. Adams Urgeige, Oliveras Klarinettengequieke und Hagedorns erratische Perkussion, improvisatorisch und mit effektvollen Raumzeitirritationen, lassen sich ohne weiteres als brutistische Rohkost goutieren. Der Plinkplonkfaktor ist rasant oder einfach nur weird, immer außerordentlich jedenfalls. Das vokale Goin’-Ape, das zuerst nur als schamanoider Chor anhebt, gilt es auszuhalten als Ausflippmoment hin zum hellwachen Trippen. ‘Emi Koussi’ lässt einen zu gedämpftem Tamtam Traumgummi kauen, ‘Fogo’ feilt einem als klarinettistischer Nichtpogo die Synapsen blank. ‘Shinmoedake’ ist ein einziges Zerren an den ästhetischen Kapazitäten mit perkussiver Spezialbehandlung der Molekularebene. Und ‘Eyjafjallajökull’ beeindruckt zuletzt mit fingerspitzer Pointillistik, Hagedorn betröpfelt Fell und Bleche, betickelt Gongs und Triangel, Adam beprickelt die Strings, Oliveras strahlt Dröhnwellen aus. Die drei sehen sich als Kobolde und Schärzkekse, die ihre Musik als alles, nur nicht als hochgestochenen Mumpitz gehört haben möchten, weder den in Munkelhöhlen, noch den in Improkapellen oder Klanglabors. Datashock waren 2010 schon in Schiphorst, Schrein wären jederzeit für diese und selbst höhere Weihen bereit. [BA 83 rbd]
jahrgangsgeraeusche:

Das unkontrollierte Chaos hält Schrein wach. Es wird geklöppelt, verballhornt, gejodelt und gehustet. Die Improvisation grätscht zuweilen sogar mit Humor ins Experiment. Ein Becken scheppert, selbstgebaute „Instrumente“ kommen zum Einsatz, um der Tradition der Avantgarde immer ein „Stöckchen“ oder eine Dissonanz voraus zu sein.

Schrein haben Spaß an ihrem Krach. Vielleicht sollte man niemals mehr das Wort Noise benutzen? Schwingt da nicht schon zuviel Absicht mit? Krach und Freiheit, statt Freak Jazz und Neue Musik.

Das Schlagzeug ist nur Trittbrettfahrer, wenn die Violine David Garrett verprügelt oder die Katze aus dem Sack lässt. Eine Klarinette hingegen haucht sehnsuchtsvoll die Töne, die man bei Bohren und der Club of Gore seit Jahren vermisst.

Die sechs Tracks wagen sich was. Die ruhigen Momente versprechen Unheil, ja sogar Tiefenentspannung auf Diazepam.

Die aufbrausenden Situationen, ja man kann von Situationen sprechen, huldigen dem Spleen des NoWave. Schrein klingen wie der Schall eines Jean Dubufett. Wie im Swinger-Club ist alles möglich und nichts erzwungen. Schrein entstehen. Durch das Zusammenspiel des Trios entwickeln sich Situationen, die man auf Band festhalten muss, um sie für die Ewigkeit zu konservieren oder bei einem Bier Revue passieren lassen zu können. Schrein vollbringen eine Lautmalerei, ohne den Oberlehrerfinger. Sie durchwalzen die Hörgewohnheiten der Musikpolizei und halten diese mit Krawall auf Tuchfühlung.

Schrein sind der Ohrensessel deiner Nerven. Schrein sind die schmuddelige Schwester des im Mainstream angekommenen Kammerflimmer Kollektiefs. Sie spucken auf die Sekt-aus-Flöten-trinkenden Avantgardisten auf Vernissagen. Vielleicht sind Schrein ja auch Rock und die Schubladen klemmen nur?

http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2014-09-12/schrein-einszweinschrein/

 

 

vital weekly:
SCHREIN – EINSZWEINSCHREIN (LP by Meudiademorte)
JADA – THE VAULTS (double 10″ by Cosmic Volume/Innerlandscapes)
From Germany hails the trio of Schrein: Ruth-Maria Adam, Bastian Hagedorn and Ronnie Oliveras they recorded their album in an abandoned warehouse on the outskirts of Berlin. There are drums, clarinet and violin, and occasionally the addition of their voices; I assume all three of them take duties in that. The members have been involved with the Flamingo Creatures (sometimes with Limpe Fuchs) and Datashock, and claim they ‘are experienced players in a mostly invisible German Experimental Music Underground’. Hagedorn was also member of Gtuk and Ben Butler & Mousepad – I must admit: all very invisible as I never heard of any of this. They shout, scream, whisper and whatever else, while there is a fine torture of instruments going on. Not necessarily very loud or obnoxious (well, perhaps obnoxious to some it will always be), but sometimes carefully playing away their instruments. There is a certain raw and untamed quality about this music, a fine energy in this musicianship, which doesn’t seem to be dealing with how well instruments are played. It’s a clear manifestation of non-musicianship with some hilarious moments, some total embarrassments and some great introspective playing. One of the weirdo’s.
And I hate to lump things together, but I think the new JaDa record is not unlike Schrein, and yet quite different too. Music is one of the many activities of Jan van den Dobbelsteen (Ja) and Danielle Lemaire (Da) who occupy themselves also with visual arts and performances. They have been doing this for a long time, maybe seventeen or so years. This new record, and the title indicates that, is a collection of pieces that have been lying around in their ‘vaults’. Unreleased bits and pieces from all these years. JaDa don’t use a rock line up, but have a wide collection of toy instruments, organs, keyboards, string and whistle instruments, all of which they are not the most proficient players either. Much of this comes with the voice of Lemaire, who recites texts, sings and whispers. Some of these pieces are just them playing around, talking to each other (“don’t make that sound, it’s doesn’t fit”, “what’s this about?”) and as such I think it shares the same non-musicianship sensibility of Schrein and maybe all of this we could see as outsider music. Which in the case of JaDa means they are outsiders when it comes to such notions as a ‘good composition’, ‘a fine recording’ but knowing them it very much their ‘art’ in general and as such they are respect as ‘artists’ by ‘official’ channels. Me personally I liked their more organised music best, but this peak into the vaults is surely as often hilarious, funny and serious. (FdW)
Address: http://www.meudiademorte.de
Address: http://www.iae.nl/users/jada

http://www.vitalweekly.net/949.html

 

Husten und ­Humor

Platte Buch von Nils Quak

Improvisierte Musik hat nicht gerade den besten Leumund. Und direkt vorneweg: Wer eingängige Musik, klassische Songstrukturen oder dergleichen sucht, den wird Schrein sicherlich enttäuscht zurücklassen. Alle anderen aber, die sich dem Album mit offenen Ohren nähern, werden schnell feststellen, dass freie Musik nicht unbedingt schwierig oder schwer zugänglich sein muss. Bei »EinsZweinSchrein« hat man weniger den Eindruck, mit einer eher wahllosen Kombination von Sounds konfrontiert zu werden, als vielmehr einem sich spontan entwickelnden Ritual beizuwohnen, dessen Regeln man zwar nicht vollends versteht, das einen aber immer tiefer in seinen Bann zieht. Hierzu trägt maßgeblich das fokussierte Schlagzeug- und Perkussionspiel bei, das vordergründig vielleicht hektisch und kleinteilig wirken mag, jedoch auch in längeren Passagen nicht nervt oder sich aufzwingt.

Bei Schrein handelt es sich um ein gut eingespieltes Trio, das es versteht, eine gute Por­tion Humor in die Musik einfließen zu lassen. In »Llullaillaco« etwa, dem zweiten Stück des Albums, kippt eine mantraartige Vokalpassage in krächzendes Husten und Röcheln. Fernab von jeglichen Musikdiskursen, die ansonsten in populären Musikmedien breitgetreten werden, ist hier ein Kleinod voll Tiefe, Witz und Harmonie (ja, auch die ist reichlich zu finden) entstanden, das zu begeistern weiß. Und eigentlich sollte das Cover allein schon Grund genug sein, sich diese Platte zu besorgen.

Schrein: EinsZweinSchrein. Spam Records

http://jungle-world.com/artikel/2014/40/50673.html

 

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there is also a new schrein and sleazy pictures of teapee tape on mo’ tapes

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thanks to eric and benjamin.

 

next dates:

17/18. 10. datashock – ottfest

29.11. flamingo creatures – shiny toys

 

phantom limbo:

19.10.2014
Dolphins Into The Future
Monopoly Child Star Searchers
Office Du Cave, Frankfurt
23.10.2014
DSR Lines
Ogon Batto
Walpodenakademie, Mainz
08.11.2014
Hellvete
Least Carpet
im Rahmen der Vernissage von Johannes Schebler: „Vor und hinter dem dem Spiegel Deiner Augen“
Fragmente Wiesbaden
10.11.2014
Lee Noble
tba.
Walpodenakademie Mainz
obacht köln!
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Kosmische modular synth. presenting a new album on Sicsic Tapes and later this year a full LP on Ultra Eczema!

“.. liquifying modular synth stunners layed down like an audible acupuncture session. Delicate and precise penetrations giving way to a rush of foamy euphoria like an analog synth microcosmos, enveloping into delicate sequenced melodies and vast synthesizer vistas..” (weedtemple)

Links:
http://a-dsr.net/
http://dsrlines.tumblr.com/
http://dsrlines.bandcamp.com/

ŌGON BATTO (Belgien)
magnetic tapecollages and electro-acoustic improv.

“Ōgon Batto is the alter ego of soundshamanist Bent Von Bent, co-runner of the Hare Akedod label and group. The sounds gathered on his latest magnetic shiner root deeply in the subconscious with it’s nightmarish fever blues and goldplated shimmering rays of electronic fuzzwash” (h.a)

Links:
http://hareakedod.bandcamp.com/album/007-ogon-batto
https://soundcloud.com/hare_akedod/007-ogon-batto-jacht-op-allen

NILS QUAK (Köln)
Nils Quaks improvisierte Arbeiten mit modularem Synthesizer bewegen sich zwischen Noise, Drone und Live-Experiment. Quak geht es weniger um Musik als Ausdruck; viel mehr stehen Experiment und Erfahrung des Klangs als Ereignis im Fokus der Arbeiten. Die fehlende Option der Reproduzierbarkeit ist eines der zentralen Momente in den Performances. Nils Quak hat in den letzten Jahren unter anderem auf Labels wie SicSic, Umor Rex oder Nomadic Kids Republic veröffentlicht.

Links:
www.nilsquak.com

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23.11.2014 Köln Stadtgarten
Ghédalia Tazartès’ Musik bewegt sich seit über dreißig Jahren entlang und über die Grenzen von Musique Concrète, vokaler Improvisationen und elektro-akustischen Experimenten hinaus. Seine markerschütternde Stimme reicht bis in die Tiefen menschlicher Abgründe hinab, und die psychoakustischen Klangbilder des kompromisslosen Autodidakten werfen dunkle Schatten ebenso wie sie in ihren sonnigen Momenten strahlend leuchten. Paradoxe, widersprüchliche Musik, die zugleich fesselt und befreit.

Mik Quantius ist ein langjähriger Musiker der Krautrock-Legende Embryo, deren psychedelische Kompositionen er um abenteuerliche Vokal-Improvisationen bereichert. Als Solo-Künstler bringt er seine Stimme pur und um elektronische Elemente erweitert auf die Bühne. Vokale Noise Experimente, das ganze Spektrum der menschlichen Stimme und mehr – unverkrampft und frei.

Ghédalia Tazartès (F)
Mik Quantius (D)

“Vokal-Improvisation, Musique Concrète, Experimental”

VVK: 10,00€
AK: 12,00€

 

 

 

 

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